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Diese kleinen Tiere, die viel zu oft vergessen werden: Begegnung mit dem Verein Au Bazar des NAC
Wenn es um das sensible Thema ausgesetzter Haustiere geht, denkt man oft zuerst an Hunde und Katzen.
Doch jedes Jahr werden auch viele andere Tiere ausgesetzt, abgegeben, vernachlässigt oder Tierschutzvereinen anvertraut. Kaninchen, Meerschweinchen, Farbratten, Hamster, Rennmäuse, Frettchen, Vögel oder auch Reptilien gehören zu diesen Begleitern, die in Frankreich unter dem Begriff NAC zusammengefasst werden, kurz für „Nouveaux Animaux de Compagnie“, also neue Heimtiere.
Sie sind in den Medien weniger sichtbar, in Sensibilisierungskampagnen kaum oder gar nicht vertreten und häufig Opfer zahlreicher Vorurteile. Dabei sind auch sie fühlende Lebewesen mit ganz eigenen Bedürfnissen.
Genau für sie setzen sich Vereine wie Au Bazar des NAC jeden Tag ein.
Mit seinen Aufnahmen, Pflegestellen und Vermittlungen erinnert dieser Verein an eine Realität, die manchmal vergessen wird: Hinter jedem kleinen Tier steht eine Geschichte, die es verdient, gehört zu werden.
NAC: Tiere, die noch immer zu wenig verstanden werden
Das Paradoxe an NAC ist, dass sie einerseits sehr beliebt sind und andererseits noch immer häufig missverstanden werden.
Wie viele Kaninchen werden gekauft, weil man glaubt, sie würden in einem Käfig leben und nur wenig Aufmerksamkeit benötigen? Wie viele Meerschweinchen werden Kindern geschenkt, ohne dass ihre tatsächlichen Bedürfnisse bekannt sind? Wie viele Farbratten leiden noch immer unter Vorurteilen, obwohl sie zu den intelligentesten und anhänglichsten Heimtieren zählen?
Sehr oft entstehen Abgaben nicht aus mangelnder Zuneigung, sondern aus der Kluft zwischen dem Bild, das man sich von einem Tier gemacht hat, und der Realität seiner Bedürfnisse.
Wussten Sie, dass ein Kaninchen mehr als zehn Jahre alt werden kann? Dass ein Meerschweinchen Gesellschaft und Platz braucht? Oder dass ein Frettchen Zeit, Aufmerksamkeit und eine gesicherte Umgebung benötigt? Selbst die kleinsten Nagetiere brauchen Pflege, eine geeignete Haltung und echtes Engagement von ihren Haltern.
Wenn eine Adoption ohne ausreichende Vorbereitung erfolgt, kann die Ernüchterung manchmal zu einer Trennung führen.
Genau in diesen Situationen spielen spezialisierte Vereine eine entscheidende Rolle.
Ein Verein, der entstanden ist, um ihnen eine zweite Chance zu geben
Au Bazar des NAC ist ein landesweit tätiger Tierschutzverein, der sich vollständig den NAC widmet und sich seit mittlerweile 21 Jahren für diese noch immer viel zu oft vergessenen Tiere einsetzt.
Sein Ziel ist im Grundsatz einfach, in der Umsetzung jedoch enorm: ausgesetzte oder in Not geratene Tiere aufzunehmen, ihnen die nötige Versorgung zukommen zu lassen und ihnen ein neues Zuhause zu vermitteln, das wirklich zu ihren Bedürfnissen passt.
Anders als bei dem klassischen Bild, das man manchmal von einem Tierheim hat, verfügt der Verein über keine öffentlich zugängliche Einrichtung. Die Tiere werden innerhalb eines Netzwerks von Pflegestellen betreut.
Sie leben vorübergehend in Haushalten, in denen sie beobachtet, versorgt und begleitet werden, bevor sie endgültig adoptiert werden.
Diese Organisation hat einen wertvollen Vorteil: Sie ermöglicht es, jedes Tier besser kennenzulernen, seinen Charakter, seine Gewohnheiten, mögliche Schwierigkeiten und die Bedingungen, unter denen es sich wirklich entfalten kann.
Bei der Adoption geht es daher nicht einfach darum, irgendein verfügbares Zuhause zu finden. Ziel ist vor allem, genau das Zuhause zu finden, das wirklich zu dem jeweiligen Tier passt.
Hinter jeder Veröffentlichung steht eine echte Geschichte
Wenn man die Anzeigen und Neuigkeiten des Vereins durchstöbert, wird schnell eines deutlich: Hinter jedem Foto steht eine Geschichte.
Es kann sich um ein Kaninchen handeln, das nach einem Umzug ausgesetzt wurde, um Meerschweinchen, die abgegeben wurden, weil ihre Besitzer sich nicht mehr um sie kümmern konnten, um einen ungeplanten Wurf, der schnell aufgenommen werden musste, oder um ein Tier, das aus ungeeigneten Haltungsbedingungen gerettet wurde.
Jede Veröffentlichung erzählt weit mehr als nur die Suche nach einem Adoptanten.
Die Tiere werden nie als austauschbare Wesen präsentiert. Jedes von ihnen hat seine eigene Identität, seine eigene Geschichte und seine besonderen Bedürfnisse.
Dieser Ansatz erinnert an eine Selbstverständlichkeit, die manchmal vergessen wird: Ob Hund, Katze, Kaninchen oder Farbratte, jedes Tier verdient es, als eigenständiges Individuum betrachtet zu werden.
Die wesentliche Rolle der Pflegestellen
Über Adoptionen wird häufig gesprochen, über die Arbeit davor dagegen viel seltener.
Dabei gehören Pflegestellen zu den wichtigsten Säulen im Schutzsystem für NAC.
Sie öffnen vorübergehend ihr Zuhause für Tiere, die Stabilität, Pflege und Beobachtung brauchen.
Außerdem helfen sie dem Verein, das Verhalten jedes Schützlings besser zu verstehen. Ist er verträglich mit Artgenossen? Fühlt er sich in der Nähe von Menschen wohl? Braucht er eine ruhige Umgebung oder im Gegenteil eine Familie, die sehr präsent ist?
All diese Informationen sind wertvoll, um langfristig erfolgreiche Adoptionen zu ermöglichen.
Pflegestelle zu sein bedeutet nicht einfach, ein Tier für einige Wochen aufzunehmen. Es bedeutet, aktiv an seinem Wiederaufbau und an seiner zukünftigen Eingewöhnung in ein neues Zuhause mitzuwirken.
Manche Tiere, die zu alt, zu schwach, zu krank oder zu instabil sind, um vermittelt zu werden, kommen außerdem in die „Arche“ des Vereins. Dort bleiben sie bis an ihr Lebensende und erhalten die notwendige Pflege und Aufmerksamkeit.
Einen NAC adoptieren: viel mehr als ein spontaner Herzenswunsch
Angesichts eines niedlichen Kaninchens, eines jungen Meerschweinchens oder einer neugierigen Ratte, die Kontakt sucht, kann man sich schnell verlieben. Doch spezialisierte Vereine erinnern regelmäßig daran, dass eine gelungene Adoption nicht allein auf Emotionen beruhen darf.
Sie erfordert auch Information, vorausschauende Planung und eine ehrliche Auseinandersetzung damit, was der Einzug eines Tieres im Alltag wirklich bedeutet.
Der benötigte Platz, die Ernährung, tierärztliche Versorgung, die einzuplanenden Kosten, Abwesenheiten, Urlaube oder auch die Lebenserwartung des Tieres sind alles Fragen, die vor jeder Adoption gestellt werden sollten.
Auch die Adoptionsbedingungen und -gebühren helfen dabei, diesen Schritt verantwortungsvoll zu gestalten. Sie machen deutlich, dass die Aufnahme eines Tieres ein konkretes Engagement ist, das voraussetzt, sein Zuhause, seine tierärztliche Betreuung und seinen Alltag bereits vor seiner Ankunft vorzubereiten.
Das Ziel ist nicht, zukünftige Adoptanten zu entmutigen. Ganz im Gegenteil: Je durchdachter eine Adoption ist, desto größer sind die Chancen, dass daraus eine schöne Geschichte wird, für das Tier ebenso wie für seine zukünftige Familie.
Wie kann man helfen, ohne selbst zu adoptieren?
Nicht jeder kann ein Tier bei sich aufnehmen.
Das bedeutet jedoch nicht, dass Hilfe unmöglich ist.
Vereine wie Au Bazar des NAC brauchen regelmäßig Pflegestellen, Ehrenamtliche, Fahrketten, Geld- oder Sachspenden. Der Verein bietet außerdem einen Betreuungsservice an, der von ehrenamtlichen Mitgliedern übernommen wird. Die Einnahmen daraus tragen zur Finanzierung seiner Hauptaufgabe bei: ausgesetzte NAC aufzunehmen und ihnen eine zweite Chance zu geben.
Auch das Teilen einer Veröffentlichung kann eine konkrete Wirkung haben. Eine Anzeige, die im richtigen Moment von der richtigen Person gesehen wird, kann manchmal das Schicksal eines Tieres verändern.
Tierschutz beruht oft auf vielen kleinen Gesten, die zusammengenommen Leben retten können.
Und vielleicht ist genau das die wichtigste Botschaft von Au Bazar des NAC: Auch die kleinsten Tiere verdienen es, gesehen, verstanden und ernsthaft begleitet zu werden.
Auch bei Merlin&Cie wollten wir einen kleinen Beitrag leisten. Wenn Sie bei Ihren Einkäufen den Code BAZAR-DES-NAC verwenden, werden 5 % des Bestellwerts an den Verein Au Bazar des NAC gespendet, um die Versorgung dieser Tiere zu unterstützen, die ebenfalls eine zweite Chance verdienen.
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